Warum Menschen Weine privat wieder verkaufen – 10 Gründe dafür

Ich sammle seit Jahren Wein und freue mich immer über Anfragen zum Weinankauf. Vor allem dann, wenn echte Raritäten dabei sind. Als Weinliebhaber und Sammler ist es für mich großartig, immer wieder neue Weine zu probieren, egal aus welchen Regionen. Im Moment habe ich einen Faible für trockene Deutsche Rieslinge – am liebsten Große Gewächse.

In den letzten Jahren sind mir immer wieder Menschen untergekommen, die gerne ihre Weine verkaufen und dabei war meistens einer der folgenden Gründe der Auslöser:

1. Es wurde einfach zu viel gekauft und kann unmöglich getrunken werden
2. Kellerfund. Bei der Übersiedlung – entweder in der neuen oder alten Liegenschaft war plötzlich ein Keller voll Wein
3. Verlassenschaft. Leute erben Weinkeller und zwar immer wieder
4. Personen die keinen Wein mehr trinken
5. Personen mit einer immer stärker werdenden Histamin-Intoleranz – vor allem auf Rotwein
6. Menschen, die in den 70iger, 80iger und 90iger Jahren günstig Top-Weine aus Frankreich (Bordeaux, Burgund) oder Italien, Spanien, Österreich gekauft haben und jetzt Gewinne realisieren möchten
7. Leute, die einfach Geld benötigen
8. Geschenke an Personen, die eigentlich gar keinen Wein trinken
9. Übersiedlung ins Ausland
10. Alkoholproblem und daher wird der Bestand verkauft

Sollte einer dieser Gründe oder auch ein anderer auf Sie zutreffen und Sie möchten Ihre Weine rasch zu einem guten Preis verkaufen, dann melden Sie sich bitte einfach bei mir unter blog@weinfan.at oder unter 0699 10365611. Ich kaufe Weine aus der gesamten Welt zu guten Preisen und garantiere eine diskrete Abwicklung.

 

 

 

Lynch Bages 1981 zum Feierabend

Lynch Bages ist meistens eine sichere Bank. Nicht herausragend, aber schön zu trinken. Bei dieser Flasche hatten wir aber Glück. Der Korken ist leider etwas nach unten gewandert – ca. 1,5cm – und der Füllstand war schon zwischen mid und top shoulder. Also einfach keine optimale Flasche.

Also worauf noch warten. Aufmachen und trinken war angesagt.
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Keine optimale Flasche, aber…

Wie meistens ist es schon ein Glücksspiel, ob der angesaugte Kork noch richtig rausgeht und so ist dieser dann doch noch abgerissen. Egal. Mit einem Sieb hab ich die Teile rausgefiltert.

Erstaunt hat mich gleich einmal die Farbe. Der Wein war Jahrgang 1981 und eigentlich nicht die geringsten Brauntöne. Dunkelrot, kräftige Farbe mit einer leichten Wasserkante.

In der Nase reif, gealtert aber voll lebendig. Cabernet Sauvignon super erkennbar. Der Wein ist würzig, kräftig, fleischig. Sehr schön.

Parker-Bewertung des Lynch Bages 1981

Auch wenn Parker dem Wein aktuell nur 88 Punkte gibt und 1981 der zweit-schwächste Lynch Bages Jahrgang der letzten 30 Jahre war, so bin ich doch mehr als zufrieden.

 

Wein aus Österreich weltweit gefragt

Gestern war ich in der Sydney Opera Bar in Australien und was sehe ich da auf der Karte? Gleich zwei Weine aus der schönen Heimat! Loimer Grüner Veltliner und Domäne Wachau Riesling Federspiel und das obwohl die Aussies echt tolle Weißweine abseits von Chardonnay produzieren. Da freut sich Weinfan und bestellt diesmal trotzdem Bier.

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Weinpreise in Ozeanien

Ein Phänomen, das mir wohl niemand erklären kann: Weine aus Australien und Neuseeland sind in beiden Ländern teurer als in Europa.

Unterschiedliche Weinpreise

So bietet zum Beispiel ein deutscher Weinhändler Alpha Domus Navigator 2009 Hawke’s Bay um € 13,50 an. Ab Hof kostet der Wein 28,- NZD, das sind ca. € 19,-. Gut, ich hab dann noch 15% Rabatt ab Hof erhalten, aber trotzdem ist der Wein um den Globus geschickt immer noch günstiger. Eigenartig.

Auch Penfolds Grange, einer der Topweine von Penfolds kostet in Sydney in den Weinhandlungen durchwegs um die € 550,- bis € 600,-. Bei Wein&Co in Wien gabs Grange 2004 kürzlich um knapp über € 400,- und der Aussie Dollar ist im Moment zum Euro sogar ziemlich günstig.

Liegt es am harten Mitbewerb in „Good Old Europe“? Wahrscheinlich.

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Weine aus Hawke’s Bay Neuseeland – Weinzentrum Napier

Hawke’s Bay ist eine der bekanntesten Weinregionen Neuseelands – von den sanften Hügeln im Hinterland erstrecken sich die Weingärten auf der Ebene weit bis zum Meer. Wobei kaum ein Winzer hier auf den Hügeln anbaut, die meisten Rebstöcke stehen auch auf der weiten Ebene.

Wine Center in Napier – einen Besuch wert

Um sich einen ersten Eindruck über Sortenangebot und Winzer zu machen, ist ein Besuch im New Zealand Wine Center in Napier die absolute Empfehlung. Für ca. € 13 pro Person (mit Gutschein, sonst € 17) bekommt man ein Tasting – wahlweise rot oder weiß. Präsentiert werden dafür sechs Weine, die man in einem kleinen Kinosaal verkostet  – unter Anleitung der jeweiligen Winzer, die per Video über ihren Wein und das Gut erzählen.

Eine wirklich tolle Idee, denn so erfährt man aus erster Hand recht viel über den probierten Wein, aber auch das Weingut und die Arbeitsweise des Winzers. Und kann dann entscheiden, welche Wineries man auch besuchen will.

Eine tolle Verkostung mit vielfältigem Angebot

Das Angebot der verkosteten Weine wechselt ständig – und wenn nicht viel los ist, und man zu zweit kommt, darf man sogar rot und weiß probieren und sich entsprechend beide Filme hintereinander anschauen. Zum Tasting gibt’s auch noch eine Weinbeschreibung zum Mitnehmen, inklusive Preisangabe der entsprechenden Weine. Informativ, praktisch und gut.

Besuch im Aromaraum

Eine solche, per Video geführte, Verkostung habe ich bisher noch nirgends erlebt. Eine echt innovative Idee. Die „Wine Experience“ im Napier Wine Centre umfasst übrigens auch noch den Besuch im Aromaraum – alle Gerüche von „Le nez du vin“ werden dort präsentiert und man kann sich am Ende auch selbst testen. Obwohl die Filmverkostung nur ca. 20 Minuten dauert, kann man im Wine Center leicht eine Stunde verbringen. Auch weil viele Weine der Region dort zu ab Hof-Preisen erstanden werden können.

Sauvignon Blanc Yacht Race von Marlborough nach Wellington 14.11.2013

Marlborough ist berühmt für seine Sauvignon Blancs und seit 2001 findet zu dessen Ehren jährlich eine Regatta mit anschließender Weinverkostung statt. Jedes Boot beherbergt eine Flasche Sauvignon Blanc aus einer der lokalen Wineries. Der Gewinnerwein des jewiligen Jahres ist der, der als erster ins Ziel kommt.

Das Marlborough Sauvignon Blanc Wine Race

In vier Stunden geht die Regatta los. Die Yachten sind von der Südinsel nach Wellington unterwegs. Um 17:30 findet dann die Verkostung von 30 verschiedenen Sauvignons aus Marlborough im Restaurant von Martin Bosley in der Hauptstadt Neuseelands statt. Das Jahr 2013 scheint in ganz Neuseeland ein außergewöhnlich gutes Jahr für Wein zu sein. Weinfan ist heute zur Verkostung eingeladen.

Zur Website des Marlborough Sauvignon Blanc Wine Race 

Weinwandern Wien 2013 – 28.9 & 29.9

Die Trauben an den Weinreben sind reif und saftig, der Sturm sprudelt und das Bratlfettbrot schmeckt: bei strahlendem Sonnenschein pilgern die Städter heute an den Rand von Wien, zum Weinwandertag.

Von Strebersdorf nach Stammersdorf

Welche Weltstadt kann schon von sich behaupten, Weinanbaugebiet zu sein? Am Rand des 21. Bezirks geht von Strebersdorf nach Stammersdorf eine der beiden Wanderrouten quer durch Weinberge und Kellergassen. Und an den zahlreichen Labstationen locken die obigen Köstlichkeiten, ganz besonders aber auch der Wiener Gemischte Satz.

Gemischter Satz – Wein aus Wien

Bald auch ein DAC-Wein, ist das keine Rebsorte, sondern wird aus Weingärten gekeltert, wo einst ein Wildwuchs verschiedener Sorten ausgepflanzt wurde. Was drinnen ist, weiß man also nie genau. Aber er schmeckt – besonders, wenn die Achterl entlang der Wegstrecke verdient werden. Prost, sagen die Wiener.

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Kleine Party mit großer Flasche

Heute ist ein besonderer Tag für mich, daher gibt es für die kleine Dinnerparty eine große Flasche aus dem Keller.

Johanneshof Reinisch St. Laurent Barrique aus dem Jahr 1985 und aus der Doppelmagnum. Ich hoffe, das wird ein Trinkvergnügen.

Beim ersten Schluck war der Wein noch erwas verhalten, jetzt wird er besser und besser und wird perfekt zum Lamm passen.

Wenn Sie ähnlich alte Weine verkaufen möchten oder auch tauschen, dann schreiben Sie mir bitte an blog@weinfan.at

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Wachau Weinjahr 2012

Laut Vinea Wachau bringt der Jahrgang 2012  „sehr  ausgewogene, dichte Weine in reintöniger Art mit gutem Potential, wobei auch die Quantität – mit Ausnahme der Weingärten mit Frostschäden – durchaus gut ist.“

Normale Weinernte in der Wachau

Das kann ich nur bestätigen –  bei einigen Verkostungen waren die Wachauer 2012 durchaus gut zu trinken. Vor allem Federspiel machte bereits jetzt großen Spaß.

Auch im Wachau Blog meint Frau Heller: „Mengenmäßig ist mit einer relativ normalen Weinernte zu rechnen, die Wachau blieb bisher vor schlimmen Unwettern größtenteils verschont. Das Jahr war sehr trocken, aber in vielen Weingärten, wie z.B. in der Ried Achleithen und Ried Klaus gibt es eine Tröpfchenbewässerungsanlage, die gewährleistet, dass die Weinstöcke genügend Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen können.“

Die großen Wachauer 2012

Die großen Wachauer konnten im wichtigsten Wein-Guide Österreichs, dem Falstaff, allerdings nicht so brillieren wie im Jahr 2010 oder 2011. Franz Hirtzbergers Grüner Veltliner Honivogl erhielt 95 Punkte. 2011 waren es 97. Besser schnitt Hirtzbergers Top-Riesling Singerriedel 2012 mit 97 Punkten ab. Kein Wein erreichte die 100 Punkte und es gab auch keine 99 bei Falstaff, weder Riesling Unendlich von FX Pichler noch Knoll mit seiner Vinothekenfüllung.

Die Smaragde 2012

Die Verkostung der Smaragde, quasi gleich nach Abfüllung der Weine, halte ich sowieso für etwas merkwürdig. Es ist klar, dass gerade in Österreich die Konsumenten nach den jungen Weinen verlangen. Trotzdem sollte eine 2. Verkostung der Weißweine drei Jahre nach Abfüllung folgen. Meiner Meinung nach wäre das Potential der Weine dann viel besser zu beurteilen.

Wachauer 2012 laut Weinerlebnis

Schon im Jänner beschrieb Weinerlebnis den Jahrgang 2012 mit folgenden Sätzen: „Reif, mit feiner eleganter Säure und mit toller Balance, bietet der Jahrgang beides: frühen Trinkgenuss und gute Lagerfähigkeit. Die Weißweine zeichnen sich vor allem auch durch feine Würze, Dichte und reifer Aromatik aus.

Weinkeller verwalten – Software Überblick und Empfehlung

Ich habe in den letzten Jahren schon einige Systeme gesehen, mit denen Weinliebhaber ihre Schätze verwalten. Die Einstiegsstufe ist ein einfaches Excel Sheet und je nach Zeitbudget und Liebe fürs Detail sind dann Eigenschaften der Weine recherchiert und eingetragen. Excel ist gegenüber vielen Online Tools aber klar im Nachteil.

Weinkellerorganisation mit Koordinatensystem

Bevor ich auf mein bevorzugtes Weinkellermanagementsystem komme, noch eine kurze Anekdote. Letztens war ich in Vorarlberg bei einem Weinfreund und besichtigte dort den Keller in seinem Einfamilienhaus in der Nähe des Bodensees. Das System hat mir gefallen und zwar hatte der Herr, der so um die 70 war, ein Koordinatensystem an den Weinregalen angebracht.

Nummeriert horizontal und vertikal und dann gab es zu jeder Nummer eine eigene Karteikarte mit Weingut, Wein, Jahrgang, Kaufdatum, Kaufpreis. Das System ja zwar antiquiert, aber effektvoll. Der große Nachteil dabei: es gab natürlich keine Suchfunktion. Und das ist bei 1.700 Flaschen durchaus ein Problem.  🙂

Mein bevorzugtes Weinkellermanagementsystem

So und jetzt zu Vinfolio. Ich finde das Programm zur Verwaltung meines Weinkellers ziemlich komplett und einfach zu bedienen.

Vorteile von Vinfolio

Das Programm ist kostenlos und nicht auf Mengen limitiert. Es hat viele Weine und Winzer bereits in der Datenbank. Somit muss nur Wein und Jahrgang eingegeben werden und der Wein wird komplett dargestellt meistens mit Foto vom Etikett.

Tolle Software schafft Überblick

Die Software bietet eine unglaubliche Vielfalt an Eingabemöglichkeiten und Statistiken. Neben Preis, Datum und Infos zum Wein gibt es die Möglichkeit einen Dymo Etiketten Drucker anzuhängen. Die Weinlisten können sortiert werden und nach Excel exportiert und zwar abgefragt nach sämtlichen Kriterien. Von Region bis Kaufdatum.

Marktwert der Flaschen

Zusätzlich zum Inventar gefällt mir die Wertschätzung der Flaschen. Diese ist zwar nicht für alle automatisiert vorhanden, kann aber nachgepflegt werden. Bei den großen Franzosen und Italienern gibt es einen Marktwert, der automatisch eingetragen wird.

Lagerort bestimmen

Abschließend finde ich die Funktion des Lagerortes super. Erstens kann man mehrere Orte bestimmen – zB. Weinkeller oder Wohnzimmer Klimaschrank… und zweitens auch den genauen Ort im Regal. Somit bleibt es übersichtlich. Weine können natürlich bewertet und mit der Community besprochen werden. Ist der Wein getrunken, wird die Flasche mit dem Trinkdatum aus dem Keller ausgeschieden.

Nachteile von Vinfolio

Das System ist leider relativ langsam. Unbekannte Winzer sind nicht enthalten und müssen angelegt werden – ist zwar keine Hexerei, aber es dauert einfach seine Zeit. Und ich konnte noch keine App finden.