Nov 05 2012

Weinankauf von Privat – Weine verkaufen und Platz schaffen

Erstellt von in Allgemein,Weine verkaufen

Ich bin auf der Suche nach Weinraritäten und kaufe Weine ab sechs Flaschen gegen Barzahlung, da ich meinen Weinkeller aufstocke.

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die mir angebotenen Weine sachgerecht gelagert sind. Ausschlaggebend für die Berechnung des Ankaufpreises sind neben Füllstand, Lagerung, Herkunft, intakte Etiketten und Kapseln.

Weinankauf Privat: Welche Weine werden angekauft:

- Raritäten bekannter Produzenten aus Österreich ab 1990. Egal ob Burgenland, Wachau oder Steiermark Z.B. Heinrich Salzberg, Battonage, Pöckl Mystique, Umathum, Schwarz, Gesellmann, F.X. Pichler von M bis Unendlich, Hirtzberger, Knoll, Polz, Tement (Zieregg).
- Weine aus Bordeaux und Burgund (Frankreich) bekannter Weingüter z.B. Chateau Latour, Chateau Lafite, Margaux, Cheval Blanc, Lalande, Petrus, Le Pin, Cos d’Estournel, Romanée Conti, d’Yuem und viele mehr
- Super Toscans oder Weine aus dem Piemont (Italien) z.B. Onellaia, Solaia, Sassicaia, Masseto, von Gaja oder Roberto Voerzio, Barolos, Chianti u.v.m.

Bei einem Weinankauf in Wien und Niederösterreich, Steiermark und Oberösterreich hole ich die Weine ab. Gerne auch aus den anderen Bundesländern.
Ich kaufe aber gerne auch Ihren Weinkeller von Privat in Deutschland. Bei Weinkeller Auflösungen in Deutschland egal wo in Bayern ob München, Passau, Nürnberg oder in anderen Bundesländern und Städten. Bei kleineren Mengen kommt es auf die Qualität der Flaschen an.

Bitte senden Sie eine E-Mail an blog@weinfan.at oder
Sie kontaktieren mich per Telefon unter +43 699 10 36 56 11.

 

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Mai 10 2013

Château Haut-Brion – Ein Name mit Bouquet

Erstellt von in Weingüter

Neben klanghaften Namen wie Mouton-Rotschild, Château Lafite Rothschild ist vielen Weinkennern das Château Haut-Brion ein Inbegriff des edlen Weins.

Dieses Weingut ist mittlerweile mitten in den Außenbezirken Bordeaux und zeichnet sich durch seine Geschichte und seine erstklassigen Weine aus.

Die Geschichte hinter dem Weingut

Mit dem Jahr 1423 wird der Anbau von Wein auf den Flächen des heutigen Weingutes zum ersten Mal erwähnt. Durch geschickte Heirat konnte die Familie de Pontac dieses Land erwerben und 1550 mit dem Aufbau des Weingutes beginnen. Geoffroy de Pontac konnte wenige Jahrzehnte später die Einnahmen des Weingutes verwenden, um ein Haus in Bordeaux äußerst prunkvoll einzurichten. Im weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts übernahm die Familie Fumel das Gut, welche jedoch 1794 enteignet wurde. Im Folgenden wechselte das Château noch zweimal den Besitzer, bis es in den Besitz der heutigen Eigner kam, der Familie Dillon. Durch die Vergrößerung der Stadt Bordeaux liegt das ursprünglich außerhalb gelegene Weingut nun mitten in den Randbezirken der Metropole. Hierdurch genießen die Reben in einzigartiges Mikroklima, welches den Weinen einen Hauch Besonderheit gibt.

Die Jahresmenge Wein

Aus den Flächen des Châteaus Haut-Brion werden sogenannte Erst- und Zweitweine gewonnen. So ist der „Premier Grand Cru“ seit 1855 der Erstwein, der Zweitwein ist der “Le Clarence de Haut-Brion“. Durch die über 42 Hektar umfassenden Weinberge kann eine Jahresproduktion von etwa 200.000 Flaschen erreicht werden. Neben den beiden Rotweinen wird auch noch ein Weißwein, der „Brion Blanc“. Dieser Wein wird aber nur in einer geringen Menge produziert.

Die besonderen Weine

Der bereits erwähnte Weißwein gilt als eine Art Geheimtipp, jedoch steht das Haus Haut-Brion für die Qualität seiner Rotweine. So werden einige Jahrgänge der letzten 70 Jahre als so hochgradig eingestuft, dass sie in vielen Bewertungen Höchstpunktzahlen erhalten. So erhielten die Weine von 1945, 1959, 1961 und 1989 die Punktezahl von 100 Parker-Punkten. Parker ist ein amerikanischer Weinkritiker, der alle zwei Monate diverse Weine bewertet.

Selbst die Weinflaschen sind in diesem Château besonders. Diese entsprechen nicht den Standard der Bordeauxweine, sie sind nicht zuletzt dadurch einzigartig.

Wenn Sie Chateau Haut Brion Weine Privat verkaufen möchten, dann melden Sie sich bitte einfach bei mir.  Details finden Sie unter dem Link oben oder Sie senden eine Mail an blog@weinfan.at mit Ihren Weinen für den privaten Weinankauf.

 

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Apr 30 2013

Bordeaux Subskription 2012 – Parker Bewertungen und Preise

Erstellt von in Allgemein

Die heiße Phase der Subskription hat begonnen und die ersten Chateaus haben bereits die Preise veröffentlicht und man kann die Weine “zeichnen”. Leider oder für manche zum Glück haben sich Bordeaux Weine in den letzten Jahren zum Spekulationobjekt entwickelt.

Je besser die Bewertung durch Robert Parker, desto höher der Preis. Schafft ein Chateau gar 100 Punkte, dann ist das ein Garant für ein ganz gutes Investment in Wein. Jetzt fragen sich natürlich viele, wie kommt man zum besten Preis-Bewertungs-Verhältnis bei diesen Weine. Eine Übersicht der Bewertungen ist gar nicht so einfach zu finden.

Für das 2012er Jahr ist auffällig, dass es keine Euphorie über den Jahrgang gibt und mir sind bei den bekannten Schlössern noch keine 100er bekannt. Unter den Top 10 von Parker befindet sich ganz oben Mouton Rothschild 2012 mit hohen 95-97 Punkten. Vielleicht in einem oder zwei Jahren dann doch 98 oder 99. Der Preis beträgt ca. EUR 320,- pro Flasche. Lafite Rothschild, ebenfalls unter den Top 5 kostet EUR 450,-. Wenn ich auf der Website von Ungerweine nachschaue, dann ist keine Lafite für unter EUR 600,- in der 0,75er zu kriegen. Da ist vielleicht auch Steigerungpotenzial. Egal, was ich eigentlich wollte ist die Übersicht der Bewertungen und der Subskriptionpreise für 2012. Die Bewertungen René Gabriel, Wine Spectator und Falstaff gibt es in einem schönen Wein&Co pdf.

Die Bewertungen von Parker hab ich noch nicht gesammelt gefunden. Nur die Top 30, ebenfalls bei Wein&co

Vielleicht findet sich jemand der eine 2012 Paker Bewertung gesammelt postet. Das wäre toll.

Übrigens: mein Preis-Bewertungs-Favorit: Gazin und Rauzan-Segla. Unter EUR 50,- p.Fl., günstiger als so mancher Österreicher.

 

 

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Apr 28 2013

Lob an die Weinberichterstattung in der NZZ – Danke Peter Keller

Erstellt von in Allgemein

Viele Medien im deutschsprachigen Raum haben auch das Thema Wein für sich entdeckt. In den Printtiteln werden die Weinthemen in der Regel in den Ressorts Genuss, Essen & Trinken, Lifestyle in irgendwelchen Hochglanzbeilagen beleuchtet und von mehr oder weniger guten Journalisten wird darüber berichtet. Wein ist sicher ein sehr subjektives Thema und eine allumfassende Berichterstattung ist für eine Tages- oder eine Wochenzeitung unmöglich. Selbst Magazine wie Wine Spectator oder Falstaff tun sich in der Abdeckung der Vielzahl der Themen schwer.

Heute bin ich auf einen sehr interessanten Channel der Neuen Zürcher Zeitung gestoßen. Was mir dort unter der URL: http://www.nzz.ch/lebensart/wein-keller/ besonders gut gefällt ist die Auswahl der Themen. “Hat die Höhenlage Einfluss auf die Weinlagerung?” oder “Überalterten Wein zurückgeben im Restaurant?” taucht in der Rubrik Frage der Woche auf und es sind etliche interessante und ungewöhnliche Fragen dabei. Zusätzlich wird immer ein Wein der Woche präsentiert. Praktische Tipps sind oft nützlicher als philisophische Kommentare zum Rebensaft.

Das Ressort mit dem Namen “Wein-Keller” ein nettes Wortspiel, da Peter Keller der Autor der Weinartikel ist. Alles sehr schön geschrieben, eine gute Auswahl an Themen und interessante Hintergründe bilden einen tollen Mix für Weinfans wie mich. Es ist nicht überladen und nicht zu lange – einfach perfekt.

Danke Herr Keller für Ihre Artikel zum Thema Wein.

Links zu eingen guten Artikeln:
http://www.nzz.ch/lebensart/wein-keller/chianti-classico-gagliole–1.18041818
http://www.nzz.ch/lebensart/wein-keller/completer-rebsorte-graubuenden-1.18038024

 

 

 

 

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Apr 27 2013

Burgenland und Weißwein – Die Kombi gehört beworben!

Erstellt von in Allgemein

Im Burgenland gibt es nur Rotweine und die Weißen, wenn dann als Beerenauslese oder TBA. Mit diesem Argument bin ich in meinem Bekanntenkreis immer wieder konfrontiert. Keine Ahnung woher das eigentlich kommt. Waren früher die Weißen rund um den Neusiedlersee wirklich so schlecht.

Bei der heutigen Qualität kann ich mir das nicht vorstellen. Letztens berichtete ich von einem sehr gelungenen Chardonnay aus dem Burgenland und das zu einem vernünftigen Preis. Chardonnay S von Feiler Artinger für EUR 12,- ein Preis-Leistungshammer im Vergleich zu den Steirern. Spannend war, dass mein Gegenüber eine Burgenländerin war und meinte:

“Die Weißweine aus dem Burgenland kannst sowieso vergessen” Natürlich hat sie sich dadurch als Weinbanause geoutet. Das Burgenland hat großartige Weißweine. Im Topsegment die Favoriten Chardonnay Tiglat von Velich oder Gloria von Kollwentz. Die Weißburgunder vom Weingut Prieler sind ebenfalls super und das Jahr für Jahr. Ich könnte die Liste jetzt noch beliebig weiterführen.

Ich denke da gehört dringend was getan. Die Bevölkerung muss aufgeklärt werden. Die Weißen aus dem Burgenland haben Potenzial und nicht nur die Burgundersorten. Auch ein Grüner Veltliner wird im Burgenland gut.

Da verstehe ich gut den Unmut von Bernhard Fiedler, der einen sehr netten Artikel über einen Zwischenfall bei einer Weinverkostung schreibt. Ich musste mich da an meine Bekannte erinnern.

Jetzt fragt sich woher das kommt. Ins Weinviertel sind die Wiener früher auch nur gefahren um kistenweise Doppler zu holen. Dort hat sich das Image auch gewandelt.

Hat jemand eine gute Erklärung? Freue mich über Kommentare zum Thema Weißweine im Burgenland. Will mir jemand was zum verkosten senden? Gerne. :)

 

 

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Apr 25 2013

Ornellaia Collezione 2001 – 2006. Eine von nur 1000

Erstellt von in Weingüter

Im Prospekt für die Ornellaia Kollektion findet sich folgender Klingender Text:

“Vom Holz eines Barrique-Fasses, Hüter des Weines und seines Charakters, zum Holz einer kostbaren Truhe, Hüter von sechs raren Flaschen aus der Kellerreserve des Weingutes.

Eine Kiste aus massivem Eichenholz von einem Handwerker aus Bolgheri von Hand gefertigt, jede einzeln nummeriert und in limitierter Auflage, weltweit nur 1.000 Exemplare. Darin die kostbare Ornellaia Collezione 2001-2006. Mit einer Flasche pro Jahrgang, bietet sie ein unvergessliches Erlebnis und eine exklusive Auswahl an 6 Jahrgängen von Ornellaia.

Die Weinflaschen sind einzeln nummeriert und werden von einer eleganten Broschüre begleitet, die interessante In- formationen zu den Weinen bereithält. ” Zietiert von: http://www.nywines.co.uk/uploads/brochure%20collezione%2001-06.pdf 

Und ich muss schon sagen, dass diese Box mit Samt ausgelegt und aus feinstem, lackiertem Holz schon was ganz Besonderes ist. Zum Glück ist eine dieser Holzkassetten mit den sechs Flaschen jetzt auch in meinem Weinkeller eingelagert. Da freut sich der Weinfan. Getrunken werden die Flaschen noch nicht. Ornellaia hat eine tolle Lebenszeit, der hält noch viele Jahre und darauf wird gewartet.

Aktuell gibt es übrigens wieder  eine Limited Edition und zwar anlässlich des 25 Jahresjubiläums.

Hier einige Bilder meiner Collezione. Mehr über Super Toskaner

Wenn Sie Ornellaia verkaufen möchten, dann klicken Sie auf Weinankauf. Ankauf von Ornellaia, Solaia, Masseto, Sassicaia und andere super Toskaner aus sämtlichen Jahregängen.

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Apr 24 2013

Geheimtipp Subskription 2012 gesucht – Preise 2012 im Sinkflug?

Erstellt von in Allgemein

Heute ist mir aufgefallen, dass die Subskription 2012 bereits losgegangen ist. Einige Webseiten deutscher Weinhändler bieten die ersten Weine bereits feil. Jetzt kann ich mich nicht mehr so genau an die Preise 2011 erinnern. Aufgefallen ist mir allerdings, dass die Preise von Lynch Bages heuer anscheinend weiter günstiger geworden sind oder ich hab schlecht gekauft.

Letztes Jahr, also den Jahrgang 2011 für die 6er Kiste ca. EUR 540 , aktuell für die 6er im Jahr 2012 nur noch knapp EUR 460,- . Das sind zirka 15% Preisreduktion. Der 2010er Jahrgang ist im Moment nicht für unter EUR 100,- zu kaufen. Eher bei EUR 120,-. Allerdings mit 96 Parker Punkten ist das wohl gerechtfertigt.

Die Mouton Rothschild kostet in der Sub für 2012 ca. EUR 280,- pro Flasche. Da haben wir auch schon deutlich teurere gesehen. 2010 mit dem doppelten Preis und 2011 bei knapp über EUR 330,-.

Das sind jetzt nur zwei Beispiele von Top Weinen. Bei Lafite und Cheval Blanc ist es ähnlich. Natürlich ist der Vergleich mit 2010 de facto nicht zulässig, weil 2010 ein Ausnahmejahrgang war.

Eigentlich wollte ich hier aber einen kleinen Aufruf nach Preis-Leistungs-Siegern für die Subskription 2012 starten. Bei den meisten Weinhändlern bekomme ich keine neutrale Bewertung, denn die möchten verkaufen. Meine Kurzrechereche scheint einen Preistrend nach unten zu zeigen. Was verständlich ist. In einem mäßigen Jahrgang wird es ordentliche Weine wohl auch unter EUR 50,- pro Flasche geben. Das wäre doch gelacht?

Tipps jederzeit willkommen!

 

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Apr 24 2013

Welches Chateau hat die meisten google Einträge

Erstellt von in Allgemein,Weinwissen

Heute bei meiner Suche nach einem Bericht über das Chateau Latour ist mir aufgefallen, dass die Französisichen Weine besonders viele Erwähnungen in der Suchmaschine google.com erhalten.

Daher habe ich mich einmal rangemacht und die Premiers Grands Crus Classés gegooglt sowie einige andere Berühmte Weingüter, die zumindest einmal 100 Parker Punkte erreichen konnten. Beginnen werde ich in Frankreich und daraus eine Artikelserie machen. Vielleicht vergleiche ich dann irgendwann auch noch die Preise dieser Weine.

Übrigens: Die Phrase premiers grands crus classés kommt 356.000 mal vor – also ungefähr so oft wie der Jahresertrag an Flaschen jedes dieser Chateaux ist. Aber das ist sicher ein Zufall.

Chateau Margaux ergibt 1.670.000 Treffer
Chateau Latour ergibt 1.560.000 Treffer
Chateau Lafite ergibt 1.351.000 Treffer
Chateau Mouton Rothschild ergibt 997.000 Treffer
Chateau D’Yquem ergibt 871.000 Treffer
Chateau Haut-Brion ergibt 838.000 Treffer
Chateau Cheval Blanc ergibt 800.000 Treffer

google Sieger ist Margaux mit fast 10% Abstand. Bei den Preisen ist es sicherlich im Schnitt Lafite Rothschild.

Spannend es folgend weitere Artikel zu diesen Thema. Wenn jemand ein Weingut findet, das mehr Einträge als Margaux hat, dann freue ich mich über einen Blogkommentar. Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Apr 23 2013

Meinl am Graben – ein toller Abend mit Weinbegleitung

Wir konnten unlängst beim Meinl am Graben ein fünf-gängiges Menü mit Weinbegleitung genießen. Es war ein tolles kulinarisches Erlebnis – wenn auch mit kleinen Schwächen, die vor allem im Umgang mit den grundsätzlich großartig gewählten Weinen lagen.

Zur Vorspeise – Gänseleber mit Valrhona-Schokolade – wurde ein –halbtrockener – Gemischter Satz 2008 vom Weingut Edlmoser aus Wien gereicht, die Paarung war sehr gelungen. Es handelte sich weniger um einen typischen Gemischten Satz, vielmehr schmeckte der Wein sehr gereift, satt und hatte die nötige Süße, um mit der kräftigen Gänseleber mitzuhalten. In der Nase errinnerte mich der Wein eher an einen Sauvignon Blanc mit deutlichen Noten von Stachelbeeren. Jedenfalls kein leichter Sommerwein, sondern mit einer gewissen Wucht (13,5 Vol. Alk.), aber dennoch sehr rund.

Weiter ging es mit einem Riesling Loibenberg 2011 vom Weingut Pichler-Krutzler aus der Wachau, der zum Kaninchenfilet mit Navetten und Morcheln offeriert wurde. Auch hier war die Paarung harmonisch, überraschenderweise passte der doch frischere Riesling auch gut nach dem Gemischten Satz. Der Preis im Handel von fast EUR 30,- ist meiner Meinung nach überzogen. Die 92 Falstaff Punkte sind gerechtfertigt. Mehr allerdings nicht.

Der Hauptgang war ein Lamm in zwei Gängen und damit ging es zum Rotwein. Als erstes ein Opus Eximium 2010 vom Weingut Gesellmann – ein Cuvée aus Blaufränkisch, St. Laurent und Zweigelt und bekantermaßen ein durchaus solider Wein. Hier leider der große Faux-Pas: Der Wein war viel zu warm – nicht, um ein zwei Grad, sondern die Temperatur lag sicher über 20 Grad. Dadurch war der Opus zwar in der Nase sehr schön, auch mit grasigen Noten, die Temperatur machte das Trinkerlebnis aber leider etwas zunichte. 2010 meiner Meinung nach auch zu Jung. Der Wein verträgt sicher noch 10 Jahre. Nach einem Hinweis an das Service wurde mit einer aufrichtigen Entschuldigung – und hier grundsätzlich überhaupt ein Kompliment an das Service – für den nächsten Gang etwas ganz Besonderes verprochen. Zum Lammfilet kam dann auch ein Cabernet Sauvignon 2006 vom Weingut Kollwentz. Ein Traumwein aus einem Spitzenjahrgang und auch wirklich großartig. Allerdings war auch dieser noch eine Spur zu warm.

Es fällt in letzter Zeit immer wieder auf, dass selbst in Wiener Spitzenrestaurants „vergessen“ wird, Rotweine zu temperieren – das ist ein Ärgernis und nicht nachvollziehbar. Jeder Sommelier oder gut ausgebildete Kellner sollte wissen, dass Rotweine nicht bei (heutiger)Zimmertemperatur getrunken werden. Hier müssen viele Restaurants an sich arbeiten oder bei den Weinklimaschränken aufrüsten.

Das passiert aber nicht nur in Wien. Eine Woche zuvor ist uns das auch in Dublin im Restaurant Chapert One passiert. Ein schöner Franzose aus dem Jahr 2001 kam mit 25 Grad temperiert und das Restaurant hat immerhin einen Michelin Stern.

Zum Abschluss – Grießschmarrn mit Chili-Erdbeereis – wieder zurück zum Weißen: Ein Rheinriesling 2009 vom Weingut Ott. In der Nase sehr mineralisch – erinnert mich an ein Großes Gewächs aus Deutschland. Tolle Frucht und Reife, fast wie ein Süßwein – mit fast 35 Gramm Restzucker – das sollten wir Österreicher öfter probieren. Auch hier die Paarung wieder sehr gelungen. Wie im übrigen auch bei den beiden Rotweinen. Selbst Captain Cork schwärmt von diesem Wein – ich verstehe warum. EUR 28,- sind gut investiert.

Insgesamt ein schönes Menü und eine wirklich feine Weinauswahl.

 

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Apr 23 2013

Chateau Latour in Pauillac – Rotwein vom Feinsten

Erstellt von in Weingüter

Vor 50 Millionen Jahren war das aquitanische Becken eine weite Wasserfläche. Das Wasser ging zurück und hinterließ Sand, Kies, Ton und Kieselsteine. Hier liegt die Weinbaulandschaft Medoc entlang des 45. Breitengrades zwischen dem Atlantik und der Girondemündung im Südwesten Frankreichs.

Das Klima ist gemäßigt und weist Schwankungen besonderer Art aus, ohne die man keinen großen Wein und keine großen Jahrgänge erzeugen könnte. Man benötigt viel Geduld und Begeisterung, um einen großen Wein zu keltern. So arbeiten die Winzer jeden Tag daran, das Geschenk der Natur zu optimieren. Im Medoc befinden sich mehr als 1 000 Châteaus oder Weingüter, die unabhängig von ihrer Größe und der Unternehmensstruktur allesamt den geltenden Regeln zur Erzeugung von AOC-Weinqualitäten unterliegen. Dennoch generiert jeder Winzer seinen eigenen Wein mit dem unverwechselbaren, individuellen Geschmack und Charakter.

Eines der ältesten Weingüter ist das Château Latour in Pauillac bei Bordeaux, das bereits im Jahr 1680 angelegt wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war Philippe-Henri Marquis de Ségur Eigentümer des Gutes und setzte sich unermüdlich für die Qualität seiner Weine ein. Diese Qualität war in der hervorragenden geografischen und geologischen Lage begründet, erstrecken sich doch die Rebfelder entlang des Flusses Gironde auf 65 ha kiesigem Untergrund. 47 ha groß ist das „Enclos“, das Herzstück des Areals, welches aus sorgfältig gepflegten, sehr alten Rebstöcken besteht. 75 % Cabernet-Sauvignon, 20 % Merlot sowie ein geringer Anteil Petit Verdot und Cabernet franc ergeben hier die Bestockung. Der Zweitwein “Les Forts de Latour” wird aus 18 ha entfernt liegenden Parzellen generiert. Diese Rebstöcke sind durchschnittlich 10 Jahre alt.

1963 hatten die britische Pearsongruppe und Harveys of Bristol das Château Latour gekauft. Danach kam es zu hohen Investitionen, die Latour als eines der ersten Weingüter der Region in den Besitz moderner Tanks und Kühlanlagen brachten. Die hoch qualitativen Spitzenweine wurden weiterhin traditionell über 20 Monate in Eichenfässern ausgebaut. 1983 wechselte der Besitz wieder in französische Hände: Der Industrielle und Kunstmäzen François Pinault setzt seitdem seine Kraft in die Exzellenz der weltberühmten Weine des Château Latour.

Diese Melange aus jahrhundertealten Traditionen und effektivem Fortschritt ermöglicht es, den „Pauillac de Latour“ herzustellen. Dieser Wein ist eines der weltbesten Gewächse, der dem Kenner mit fruchtiger Ausgewogenheit und harmonischer Fülle besondere Gaumenfreude bereitet. Der kraftvolle Wein hat die Reputation für einen Premier CruEr benötigt eine lange Kellerreife, die dann zur vollständigen Entfaltung seines großartigen Potenzials führt. Das Château Latour produziert durchschnittlich 350 000 Flaschen jährlich. Der Vertrieb erfolgt exklusiv über den gehobenen Weinhandel.

Wenn Sie Chateau Latour Weine Privat verkaufen möchten, dann melden Sie sich bitte einfach bei mir.  Details finden Sie unter dem Link oben oder Sie senden eine Mail an blog@weinfan.at mit Ihren Weinen für den privaten Weinankauf.

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