Domaine Ramonet – Weißweine in Spitzenqualität

Die Domaine Ramonet produziert jährlich einige der besten Weißweine der Welt und auch die wenigen Rotweinsorten des Weinguts können sich sehen und vor allem schmecken lassen. Das Weingut geht von Beginn an alternative Wege in der Produktion – und das mit großem Erfolg!

Weingut in dritter Generation

Die Domaine Ramonet im Burgund wird mittlerweile in dritter Generation von Noël und Jean-Claude Ramonet geführt. Die Brüder haben keine formale Ausbildung in der Weinherstellung, lernten sie doch alles was es zu wissen gab, von ihrem Vater André. André Ramonet übernahm das Weingut von seinem Großvater Pierre, der es seit den 1920ern mit harter Arbeit aufgebaut hatte und es zu seiner vollen Blüte brachte.

Die Natur ihren Weg gehen lassen

Die Brüder übernahmen das für die Gegend relativ junge Weingut im Jahr 1984. In der Weinherstellung vereinen die Ramonets Tradition und Moderne und gehen in der Weinproduktion auch gerne gegen den Mainstream. „Instinktiv und empirisch“ wird hier gearbeitete, wie die Brüder des Öfteren betonen. Beim Reifen der Weine wird dabei viel der Natur überlassen, denn „die Natur soll ihre Wege gehen“  – wie das bekannte Motto der beiden lautet. Die Weinreben sollten nur im äußersten Notfall mit chemischen Mitteln behandelt werden – das war schon unter André Ramonet oberstes Gebot.

Die Weine der Domaine Ramonet

Das Weingut liegt in der kleinen Gemeinde Chassagne-Montachet im Département Côte-d’Or, und umfasst 40 Hektar Rebfläche. Die Struktur des Bodens ist sehr nährstoffreich und besteht zu großen Teilen aus Kalkstein, Mergel und auch einem kleinen Anteil Kies. Die Lagenweine besitzen dadurch eine tolle Mineralik und der Weißwein, der hier entsteht, gehört zu den besten der Welt. Das Flaggschiff der Domaine ist der Ramonet Montrachet.

Der Kiesanteil ist auch dafür verantwortlich, dass die für die Gegend unüblichen Pinot Noir Reben bestens gedeihen und einen Spitzenwein erzeugen.

Weißweine

Die Domaine Ramonet ist berühmt für seine großartigen Weißweine – vor allem Trauben der Rebe Chardonnay werden angebaut. Aber auch die Rotweine besitzen eine Spitzenqualität. Insgesamt werden jährlich 14 verschiedene Weißweine erzeugt, sieben davon aus „Premier Cru“ Lagen.

Rotweine

Die Rotweine, die von den Ramonet-Brüdern produziert werden, haben eine hervorragende Qualität, auch wenn sie hinter den Weißweinen an zweiter Stelle stehen. Der Domaine Ramonet Chassagne-Montrachet Rouge Morgeot ist der bekannteste Rotwein des Weinguts und kommt aus einer „Premier Cru“ Lage.

Die Rotweine sind sehr gut lagerfähig und können mit entsprechender Lagerzeit zu großen Gewächsen heranreifen.

Exzellente Weine mit Höchstnoten von Robert Parker

Der weltbekannte Weinkritiker Robert Parker ist ebenfalls ein großer Fan dieser Weine, was sich auch in seinen Bewertungen niederschlägt. Selten findet man Weine der Domaine Ramonet mit einer Bewertung unter 90 Parker-Punkten.

Weine der Domaine Ramonet verkaufen

Wenn Sie Weine der Domaine Ramonet verkaufen möchten, dann wenden Sie sich bitte an mich mit dem Betreff Weinankauf Domaine Ramonet. Sehr gerne kaufe ich Ihre Weine. Mehr darüber in Weinankauf privat.

Per Mail an blog@weinfan.at oder unter 0699 10 36 56 11 – Mo – So von von 8:30 bis 20:00

Screaming Eagle – Kultweine aus Napa Valley

Die Screaming Eagle Winery liegt in Oakville, in Napa Valley, und ist eines der berühmtesten Weingüter Kaliforniens. Jährlich wird dort nur eine geringe Menge Wein produziert – nie mehr als 10.000 Bouteillen. Die Qualität ist außergewöhnlich hoch, die Preise auch.

Ob die Qualität die extrem hohen Preise rechtfertigt – eine Flasche egal welchen Jahrgangs bekommt man nicht unter € 2.000 – darüber lässt sich definitiv streiten. Findet man doch Weine der gleichen Qualität zu viel günstigeren Preisen. Sicher ist, dass viele Weinliebhaber einmal in ihrem Leben wenigstens einen Screaming Eagle Wein verkosten möchten – egal zu welchem Preis.

Die Anfänge des Weinguts

Jean Phillips, eine ehemalige Immobilienmaklerin, erwarb das 20 Hektar große Grundstück 1986 und bepflanzte es hauptsächlich mit der Rebsorte Cabernet Sauvignon. Die Trauben verkaufte sie an andere Weingüter im Napa Valley, bis sie beschloss ihren eigenen Wein zu produzieren. Jean Phillips pflanzte dazu mehr Cabernet Sauvignon-Reben und zusätzlich die Rebsorten Merlot und Cabernet Franc an. Sie wandte sich an Heidi Peterson Barret, Tochter des Weinpioniers Richard Peterson, die die erste Winzerin von Screaming Eagle werden sollte.

Der Jahrgang, der alles veränderte

Der erste Wein, der direkt auf dem Weingut hergestellt wurde, war der Screaming Eagle 1992, ein Cabernet Sauvignon, der anfänglich um die $ 60 pro Flasche verkauft wurde. Doch als ihn Robert Parker mit 99 von 100 Punkten bewertete, schossen die Preise in die Höhe und gingen auch bis heute nicht wieder hinunter. Der Kultwein war geboren.

Die kiesigen Böden und das tolle Klima machen die Weine zu etwas ganz besonderem. Das Endprodukt zeichnet sich durch hohe Mineralik und eine florale Note aus. Heute bekommt man die 0,75l Flasche 92er Cabernet Sauvignon nicht unter € 6.000.

Verkauf des Weinguts

Trotzdem Jean Phillips und Heidi Peterson Barret ihren eigenen Wein herstellten, verkauften Sie noch immer einen Großteil der Trauben an andere lokale Weingüter und hielten die Produktion dadurch niedrig und sehr exklusiv.

Jean Phillips verkaufte die Winery im Jahr 2006 an den Multimilliardär Stan Kroenke, der das Weingut vergrößert und 2006 einen Großteil der Weinberge neu anlegen ließ. Außerdem begann er mit der Produktion eines Zweitweins. Er ist alleiniger Inhaber von Screaming Eagle.

Der Zweitwein „Second Flight“

Den Zweitwein gibt es erstmals seit 2006 und er ist preiswerter als der Erstwein, jedoch noch immer um einiges teurer als die anderen Kultweine der Region. Der „Second Flight“ besteht aus Cabernet Sauvignon und Merlot.

Eine lange Warteliste

Die Weine von Screaming Eagle werden als Kultweine gehandelt – wegen der geringen Mengen die produziert werden, der hohen Bewertungen durch renommierte Weinkritiker und in Folge auch durch die hohen Summen, die für den Wein gezahlt werden. Der Preis bestimmt hier die Nachfrage!

Wer Screaming Eagle Weine direkt über das Weingut erwerben möchte, muss sich zuerst auf eine Warteliste setzen lassen und dann meist mehrere Jahre – oder länger –  auf einen freien Platz in der Aktivenliste warten. Wem das zu lange dauert, der kann auch bei renommierten Weinauktionshäusern eine Flasche ergattern – allerdings nicht unter 2.000 € und gerne auch mal um das Dreifache.

Das Phänomen Screaming Eagle

Das Weingut hält sich mit Auskünften zum Wein und zur Produktion ziemlich zurück und lässt Interessenten eher im Dunkeln stehen. Auf der Website von Screaming Eagle gibt es keine Informationen zur Weinproduktion, außer, dass man sich für den Ankauf von Screaming Egale Weinen auf eine Warteliste setzen kann, die man im schlechtesten Fall nie wieder verlässt. Die FAQs verraten nur Details zur Warteliste und zum Verkauf. Weinverkostungen oder Führungen durch das Weingut werden nicht angeboten.

Das Geheimnis, das die Screaming Eagle Weine und das Weingut umgibt, macht sicher auch einen Teil des Reizes aus.

Screaming Eagle Weine verkaufen

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Penfolds Grange – eine Weinlegende aus Australien

Manche Weine sind wie Sternschnuppen – kurzzeitig blitzen sie auf und werden mit hervorragenden Kritiken bedacht. Andere Weine haben jahrelang hohe Punktzahlen – und diese konstante Qualität macht sie zu Legenden. Zuverlässigkeit und Tradition sind unverzichtbare Voraussetzungen – so wie beim Grange, dem Spitzenwein des australischen Weinguts Penfolds.

Wenn Sie Penfolds Grange Weine verkaufen möchten, dann wenden Sie sich an blog@weinfan.at. Details über den Weinankauf erfahren Sie hier.

Im Folgenden erfahren Sie mehr zum Weingut und dessen Weinen.

Die Anfänge von Penfolds Grange

Der britische Arzt Christopher Rawson Penfold hatte die Basis bereitet: Als er als Einwanderer im Jahr 1844 nach Australien kam, hatte Dr. Penfold auch einige französische Weinstöcke im Gepäck, die er noch im Ankunftsjahr im südaustralischen Magill bei Adelaide anpflanzte. Sie lieferten zunächst die Trauben für süße und schwere Rotweine – der Doktor empfahl sie seinen Patienten als Mittel zur Gesunderhaltung. Dennoch eroberten die herzhaft-süßen Tropfen nach und nach den Weinmarkt Australiens – noch Ende der 1940er Jahre stellten sie etwa 97 Prozent der Gesamtproduktion von Penfolds dar.

Französische Weine als Vorbild

Jeffrey Penfold Hyland war damals der Chef des Weinguts. Den aufkommenden Trends entsprechend beauftragte er seinen Chief-Winemaker Max Schubert mit der Entwicklung und Produktion trockener Rotweine nach Art der Bordeaux-Gewächse. Schubert galt als außerordentlich kreativer Kellermeister und machte sich gleich auf den Weg nach Europa, wo ihn die französischen Weine in Bordeaux und an der Rhône geradezu begeisterten. Mit ihrer Langlebigkeit und ihrer Komplexität wurden sie zum Vorbild des Kellermeisters.
Überwiegend Shiraz-Trauben standen ihm dazu zunächst zur Verfügung – Sorten aus fast vergessenen alten Anlagen kamen dazu, die Penfolds Kellermeister in amerikanischen Barriques ausbaute.

Durchbruch mit dem Grange Hermitage 1955

Im Jahr 1951 kam das Weingut dann mit dem ersten australischen Barriqueweine auf den Markt – und ging bei der Kritik unter. Erst der Grange Hermitage von 1955 brachte den Durchbruch.
Bis zum Jahrgang 1989 hieß der Grange im Original Grange Hermitage – und vom Jahrgang 1955 gibt es bis heute einige Exemplare.

Die Herstellung des Granges

Im Laufe der Jahre wechselnde Eigentümer konnten der Qualität der Weine nichts anhaben – und so keltern die Winemaker unter der Führung von Chief Peter Gago heute allerfeinste Qualitäten: Neben dem unvergleichlichen Grange kommt auch Shiraz, Shiraz Cabernet, Mourvédre, Cabernet Sauvignon, Chardonnay u.a. von Penfolds.
Die Weinstöcke sind teilweise über 110 Jahre alt und für die Produktion des Granges stehen beste Trauben von hervorragenden Lagen zur Verfügung.

Zunächst werden die Trauben partieweise separat vergoren und erst anschließend von den Kellermeistern sorgfältig zur Herstellung des Grange ausgewählt. In manchen Erntejahren besteht er vollständig aus Shiraz, in anderen kommen geringe Anteile Cabernet Sauvignon hinzu. Dann reift der Wein drei Jahre auf der Flasche und erst nach fünf Jahren kommt er in den Verkauf.

Normalerweise schmeckt der Grange nach 15 bis 20 Jahren Lagerung – aber auch frische, jugendliche Exemplare überzeugen mit ihrer einzigartigen Textur.

Der aktuelle Grange

Der 2010 Penfolds Grange ist ein Jubiläumswein – als 60. Grange der ununterbrochenen Erfolgsserie: Tiefdunkel kommt er mit violetten Farbreflexen ins Glas, um mit Aromen dunkler Beeren, einem Hauch Brombeerkonfit und feinen Gewürzanklängen zu faszinieren. Reife Pflaumen und saftige Herzkirschen umspielen den Gaumen – die enorme Dichte des Weins wird komplettiert durch etwas Kakao und feinste mineralische Nuancen. Der Nachhall kommt mit bestens eingebundenen Tanninen und mit Aromen roter Beeren. So dürfte der aktuelle Grange Potenzial für 50 bis 60 Jahre besitzen.

Zur Website von Penfolds

Weinankauf Penfolds Grange und andere Penfolds Weine

Wenn Sie gereifte Penfolds Grange Weine verkaufen möchten, dann wenden Sie sich an blog@weinfan.at. Details über den Weinankauf erfahren Sie hier. Bei Fragen erreichen Sie mich Montag bis Sonntag per Telefon unter +43 699 10 36 56 11

Opus One Winery – Die Legende aus Kalifornien

Opus One ist vielleicht nicht der teuerste Wein aus Kalifornien aber sicher einer der berühmtesten.

Die Gründerväter von Opus One

Opus One ist ein Mythos, eine Weinlegende aus Oakville nördlich der Stadt Napa. Philippe de Rothschild, einer der Eigentümer von Mouton Rothschild gründete 1979 gemeinsam mit Robert Mondavi die Opus One Winery. Mondavi, einer der großen Väter des Weinwunders in Kalifornien und Philippe de Rothschild aus der berühmten Weindynastie der Rothschilds entschlossen sich also zu einer Zusammenarbeit. Opus One bewirtschaftet mittlerweile vier Weinberge mit fast 70 Hektar Weinstöcken. Erst 2008 wurden erneut fast 20 Hektar zugekauft.

Einer der höchstbewerteten Weine der USA

Opus One ist eine Cuvee im Bordeaux Stil; der Hauptanteil der Rebsorten ist Cabernet Sauvignon. Laut Robert Parker waren die Weine in den 1980iger Jahren noch keine Top-Weine und auch nicht so langlebig wie die Opus, die in den 1990igern erzeugt wurden. Die derzeit am teuersten gehandelte Flasche ist aus dem Jahr 1979. Der erste Jahrgang wurde noch nicht nach Europa exportiert und nur in den USA verkauft. Ein sehr gutes Jahr war auch 1997. Gut bewertet ist auch das Jahr 2010 mit 96 Punkten im Wine Advocate.

Konstant hohe Qualität

Opus One WineryOpus One wird in der Regel in schönen, flachen 6er Holzkisten verkauft. Für mich ist Opus der Tignanello der USA. Ein Massenwein mit konstant hoher Qualität. Über den Wein wird viel geschimpft und gemeckert – teilweise begründet und teilweise unbegründet.

Opus One verkaufen

Jedenfalls kaufe ich gerne auch Ihre Opus One an. Egal, ob privat in Deutschland oder in Österreich. Sollte Ihre Weinsammlung Opus One oder andere hochwertige Weine aus Kalifornien wie Screaming Eagle, Sine Qua Non, Heitz Cellars, Chateau Montelena enthalten, melden Sie sich bitte jederzeit bei mir und Sie erhalten gerne ein Ankaufsangebot. Gerne hole ich die Flaschen persönlich bei Ihnen ab, dadurch haben Sie beim Verkauf nur einen sehr geringen Aufwand.

Bitte senden Sie eine E-Mail an blog@weinfan.at oder

Sie kontaktieren mich per Telefon unter
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Ex Vero II 2006 Werlitsch im Restaurant On Market in Wien

De facto sollte niemand darüber schreiben, denn sonst bleibt der Wein kein Geheimtipp, aber der Wein macht mit immer wieder eine wahnsinnige Freude. Gestern beim Abendessen im On Market – übrigens das asiatische Restaurant ist einfach Top und liegt direkt am Naschmarkt in Wien – entdecke ich Ex Vero II 2006 für € 42,- auf der Karte. Verrechnet wurden dann sogar nur € 39,- für diesen Wein aus meiner Sicht ein Schnäppchen. Ich fand die Flasche für € 55,- im Restaurant Konstantin Filippou.

Werlitsch Ex Vero II 2006

Werlitsch Ex Vero II 2006

Cuvée aus Sauvignon Blanc und Chardonnay

Das Lokal hatte noch dazu großes Pech, denn die erste Flasche Ex Vero hatte einen ganz ganz bösen Korkfehler. Die zweite Flasche war glücklicherweise perfekt. Sehr interessant (und das war beim letzten Mal auch schon so), ist die Zeit, die dieser Wein braucht, um sich zu entfalten. Wahrscheinlich kann die Flasche 48 Stunden offen stehen und wird immer noch besser. Mir gefällt die Kombi Sauvignon Blanc und Chardonnay extrem gut. Der Wein beginnt sich nach 30 Minuten zu öffnen und wird dann immer intensiver.

Wein mit Power und Eleganz

Die nächste Flasche wird dekantiert. Perfekt harmonisch fand ich Ex Vero zur asiatischen mürben Hühnerleber.
Der Wein hat extreme Power und ist trotzdem elegant. Die Spontanvergärung, die Farbe, der Duft – für mich stimmt einfach alles. Besonders schön finde ich in der Nase die reifen Bananen und ich hab mir zumindest auch Kalk eingebildet.

Andere Stimmen zum Ex Vero II 2006

Jedenfalls gefällt dieser Wein nicht nur mir, sondern auch wesentlich versierteren Weinschreibern. Eine tolle Beschreibung hat Weinquellen.at. Genial ist vor allem der letzte Teil des Artikels:

„Nach 24 Stunden in der Karaffe hat sich der EX VERO II weiter verändert und definiert sich jetzt fast ausschließlich durch ein dichtes Nussaroma. Er hat sich aufs Wesentliche reduziert und zeigt das jetzt in aller Pracht. Pure Mineralität, die sich in Form eines klaren kalkigen Films offenbart, zieht mit der Nuss mit. Auch im Mund wird das Nussaroma immer dichter, immer deutlicher.“ 24 Stunden wäre im Lokal etwas öde gewesen. 🙂

Aber auch der Captain schreibt drüber sehr positiv und da gefällt mir vor allem: „Auf eine gewisse Art sehr französisch. Burgunder meets Loire.“

Bestellbar ist der Wein auf der Website per Mail. Im Handel de-facto fast nicht zu anständigen Preisen zu kaufen.

Winzer ganz romantisch – Julius Hafner

Bei einem gemütlichen Weihnachtsessen war wieder einmal eine schöne Gelegenheit für einen Süßwein. Und im Keller fand ich etwas ganz nettes: Beerenauslese von Julius Hafner Sämling 88 aus dem Weinbaugebiet Rust-Neusiedlersee, genauer gesagt aus Mönchhof.

Liebestrunk

Details zur Flasche

Auf der Flasche war leider kein Jahrgang ersichtlich, allerdings ein Aufkleber mit einer Auszeichnung (Gold Medaille) im Jahr 1981.

Sehr nett fanden wir aber vor allem die Bezeichnung „Liebestrunk“ auf der Flasche (siehe Foto).

Der Wein war noch gut trinkbar. Kein Highlight. Die Farbe war Bronze, natürlich leicht Alterungsnoten und die Viskosität war eher wie Öl.

 

Koscherer Wein aus Österreich

Julius Hafner produziert auf ca. 22ha. Hafner war der erste österreichische Winzer, der Eiswein produzierte und in den 80er Jahren der erste, der Kosher Wein angeboten hat. Seit 2007 ist Hafner Kosher und Bio zertifiziert, eine tolle Kombination und wohl einzigartig – zumindest in Österreich.

Auf der Website von Julius Hafner ist ein Shop mit über 100 Produkten zu finden.

Top Tipp: Alpha Domus in Hawke’s Bay – Bridge Pā

Alpha Domus ist eine der kleineren Wineries in der Region Hawke’s Bay und liegt in Bridge Pā, etwas weiter vom Meer weg als so manch anderes Weingut in Neuseeland. Die Etiketten ziert ein Doppeldecker, viele Weine haben einen Bezug zum Fliegen im Namen (The Aviatrix, Navigator). Kein Wunder – einer der Winzer ist auch Pilot.

Weinverkostung bei Alpha Domus

Tastings werden täglich angeboten, kosten 5 NZD Dollar pro Person, die man zurückbekommt, wenn man auch einkauft. Zur Verkostung kann man bei Schönwetter auf der tollen Terrasse sitzen. Mit direktem Blick auf die Weingärten, die sich auf der Geraden bis zum Horizont erstrecken, sieht man erst ganz hinten kleine Hügel, allerdings ohne Weingärten. Ist es draußen frisch, liegt der Verkostungsraum direkt im Keller (zwischen vorwiegend Stahltanks und ein paar kleinen Barriquefässern).

Syrah 2012

Besonders stolz ist man bei Alpha Domus auf den aktuellen Syrah 2012, der bei einer Wineshow in Sydney gerade ausgezeichnet wurde. Auch einige andere der Alpha Domus-Weine sind ausgezeichnet oder von Weinexperten gelobt.

Der Syrah – der einzige, den Alpha Domus mit Kork produziert (dafür ist er auch um vier Dollar teurer geworden als bisher) ist wirklich ein schöner Wein und kostet ca. € 20,- ab Hof. Hat sicher noch Lagerpotenzial, ist aber jetzt bereits rund, mit fruchtigen Noten und gut eingewobenem Tannin.

Navigator und Aviatrix

Der Navigator, eine Bordeaux Style Cuvée, ist ebenfalls ein Top-Roter. Preis knapp unter € 20,-. Ab Hof gab es noch einen 2004er, den ich gleich kaufen muss. Ebenfalls noch zu kriegen, allerdings dann deutlich teurer, 2002 und 1998.

Spannend auch der weiße Cuvée Aviatrix, für die in Neuseeland u.a. häufiger vorkommende Viognier-Rebsorte.

Der Chardonnay wurde ausgemustert

Der Chardonnay ist ein leichter, fruchtiger, erfrischender Wein – gut als Speisenbegleiter. Den Sauvignon Blanc hat Alpha Domus vor kurzem ausgemustert – zu wenig Nachfrage, da Sauvignon Blanc in Neuseeland einfach mit Marlborough, dem Hauptanbaugebiet hier (auf der Südinsel) verbunden wird. Statt Sauvignon Blanc hat Alpha Domus nun Syrah-Rebstöcke ausgesetzt. Wenn sich der weiter so entwickelt, keine schlechte Entscheidung. Obwohl in Hawke’s Bay durchaus tolle Sauvignons entstehen können, wie wir bei zwei anderen Wineries erfahren durften.

Weine aus Hawke’s Bay Neuseeland – Weinzentrum Napier

Hawke’s Bay ist eine der bekanntesten Weinregionen Neuseelands – von den sanften Hügeln im Hinterland erstrecken sich die Weingärten auf der Ebene weit bis zum Meer. Wobei kaum ein Winzer hier auf den Hügeln anbaut, die meisten Rebstöcke stehen auch auf der weiten Ebene.

Wine Center in Napier – einen Besuch wert

Um sich einen ersten Eindruck über Sortenangebot und Winzer zu machen, ist ein Besuch im New Zealand Wine Center in Napier die absolute Empfehlung. Für ca. € 13 pro Person (mit Gutschein, sonst € 17) bekommt man ein Tasting – wahlweise rot oder weiß. Präsentiert werden dafür sechs Weine, die man in einem kleinen Kinosaal verkostet  – unter Anleitung der jeweiligen Winzer, die per Video über ihren Wein und das Gut erzählen.

Eine wirklich tolle Idee, denn so erfährt man aus erster Hand recht viel über den probierten Wein, aber auch das Weingut und die Arbeitsweise des Winzers. Und kann dann entscheiden, welche Wineries man auch besuchen will.

Eine tolle Verkostung mit vielfältigem Angebot

Das Angebot der verkosteten Weine wechselt ständig – und wenn nicht viel los ist, und man zu zweit kommt, darf man sogar rot und weiß probieren und sich entsprechend beide Filme hintereinander anschauen. Zum Tasting gibt’s auch noch eine Weinbeschreibung zum Mitnehmen, inklusive Preisangabe der entsprechenden Weine. Informativ, praktisch und gut.

Besuch im Aromaraum

Eine solche, per Video geführte, Verkostung habe ich bisher noch nirgends erlebt. Eine echt innovative Idee. Die „Wine Experience“ im Napier Wine Centre umfasst übrigens auch noch den Besuch im Aromaraum – alle Gerüche von „Le nez du vin“ werden dort präsentiert und man kann sich am Ende auch selbst testen. Obwohl die Filmverkostung nur ca. 20 Minuten dauert, kann man im Wine Center leicht eine Stunde verbringen. Auch weil viele Weine der Region dort zu ab Hof-Preisen erstanden werden können.

Neuseeland – Weine verkosten am anderen Ende der Welt

Wer Wein mag und vier Wochen durch Neuseeland reist, kommt nicht umhin, dabei auch den einen oder anderen Stop in einer Winery einzuplanen.

Die Wineries von Waiheke Island

Ein besonderes Highlight, weil weltweit wahrscheinlich ziemlich einzigartig, ist Waiheke Island. Diese bewohnte Insel (ca. 8.000 Einwohner) liegt im Hauraki Golf, und sie ist per Fähre in nur 30 Minuten von der Millionenstadt Auckland erreichbar. Sonnenverwöhnt und mit mildem Klima scheint die Insel perfekt für Weinreben zu sein – zumindest gibt es ziemliche viele Wineries auf Waiheke und sie gehören zu den teuersten in Neuseeland.

Stonyridge Estates

Ein Besuch bei Stonyridge Estates gehört auf Waiheke einfach dazu – das Weingut liegt im Zentrum der Insel, ist von der Fähre in gut 20 Minuten erreichbar und hat neben dem vielbesuchten Tasting Room auch ein Restaurant und eine Chill-Out-Terrasse, die in die Wiese vor den Weingärten übergeht. Dort sind kleine Holztischchen und Picknickdecken für Gäste vorbereitet, man blickt über Weinreben auf Weidenhänge und fühlt sich wie in Hobbitton.

Die Weine von Stonyridge

Die Weine von Stonyridge sind grandios und weltbekannt. Neben dem Larose, einem kraftvollen Cabernet Sauvignon um ca. € 120  – € 140 ab Hof, hat uns der Chardonnay besonders gut geschmeckt (€ 32,- take away). So oaky und toasty und dabei doch so fruchtig und vanillig – ein Traumwein. Und die Reise nach Waiheke, das einer tropischen Insel gleicht, lässt einen gleich noch weiter träumen.

Tolle Weine zu hohen Preisen

Stonyridge ist vor allem bekannt für seine Rotweine und das zurecht. Leider sind die Preise massiv hoch. Die besseren Lagen beginnen bei € 50,- die Flasche. Die Weinprobe der vier Top-Rotweine kostet gleich einmal € 15,-. Na gut, inklusive Larose – trotzdem teuer, wenn man bedenkt, dass es in den anderen Regionen der Nordinsel fast überall kostenlose Weinverkostungen gibt. Stonyridge muss man als Aficionado trotzdem unbedingt besuchen. Von Larose gibt es übrigens Jahrgänge bis Anfang der 90iger zurück, das ist eher selten in Neuseeland.

Cable Bay Winery

Ebenfalls ein tolles Weingut auf Waiheke ist die Cable Bay Winery – abgesehen von den Weinen ist hier auch die Lage (und nicht nur für die Reben) ein Traum: Man sitzt in einem topmodernen Weingut, in einem wunderschönen Loungebereich mit Terrasse. Vor einem fällt die saftig-grüne Wiese gen Meer hinab und gegenüber sieht man die Skyline von Auckland. Als wir dort waren wurde leider gerade für den Tag zugesperrt und für eine Hochzeit am Abend vorbereitet – die Location kann mit jeder Topdestination mithalten. Die Weinpreise sind ebenfalls gehoben.

Hohe pro-Glas-Preise

Was mich erschreckt, sind vor allem die „Wine by the glass“-Preise. Der Pinot Gris und der Syrah kosten pro Glas ca. € 7,- im Weingut. Die Topweine deutlich über € 10,-. Beide sind sehr ansprechend, aber nicht grandios. Da finden wir eine Woche später in der Hawkes Bay deutlich besseren Stoff zu deutlich günstigeren Preisen.