Spitzen-Weine aus der Südsteiermark

Das Qualitätsniveau österreichischer Weine ist ausgezeichnet und zahlreiche Winzer erzeugen Weine, die international von Bedeutung sind. Die Südsteiermark sticht besonders hervor: Auf 2340 Hektar Weinbergen hat die Region eine große Anzahl an Spitzenwinzern, die einige der besten Weißweine Österreichs produzieren. Bedeutung erlangte die Region in den 80er Jahren, als unter anderem die Jungweinmarke, der Junker, ins Leben gerufen wurde.

Das Gebiet der Südsteiermark reicht von Leibniz und Spielfeld, das an der Grenze zu Slowenien liegt, bis nach Schloßberg. Mehr als 60 Prozent des steierischen Weins werden in der Südsteiermark, dem drittgrößten Weinbaugebiet des Landes, angebaut. Das größte Weinbaugebiet ist das Weinviertel (13 350 Hektar).

Die wichtigsten Rebsorten

Die Südsteiermark ist beliebt wegen ihrer fruchtigen, leichten und trockenen Weißweine aus Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon und Chardonnay, der in der Südsteiermark seit 100 Jahren Morillon genannt wird. Dabei ist der Sauvignon Blanc die Leitsorte. Von großer Bedeutung sind außerdem Traminer und Muskateller. Aber nicht nur klassisch im Stahltank ausgebaute Weine sind gefragt sondern auch die schweren im Holzfass gelagerten Sauvignon und Chardonnay, wie zum Beispiel die Spitzenweine von Polz in der Lage Obegg oder von Tement in der Lage Zieregg. Wichtige Weinbaugebiete sind Berghausen, Gamlitz und Ratsch; weiterhin Spielfeld und Leutschach.

Die Leitwinzer

Das Weingut Gross befindet sich in Ratsch an der Weinstraße und keltert Jahr für Jahr Weine, die zu den besten Österreichs gezählt werden. So bestimmte beispielsweise der Falstaff Weinguide 2014 das Weingut Gross zu den zehn besten Betrieben in der Steiermark.

Steirische Terroir und Klassik – SKT

Drei Weine von Gross zählt zudem der Gault Millau Weinguide 2014 zu den 25 besten der Steiermark. Als Leitwinzer der Südsteiermark können die zehn Mitgliedsbetriebe der STK – Steierische Terroir und Klassik-Weingüter – bezeichnet werden. Diese Weingüter haben sich zur Einhaltung bestimmter Qualitätskriterien verpflichtet und setzen sich für die typisch steirischen Weine ein.

Dazu zählen Gross, Lackner-Tinnacher, Maitz, Neumeister (Südoststeiermark), Polz, Hannes Sabathi, Erwin Sabathi, Sattlerhof, Tement sowie Winkler-Hermaden (Südoststeiermark). Diese Winzer kategorisieren ihre Weine in Klassik, Dorf, Erste Lage und Große Lage.

Böden und Bewirtschaftung

Die Böden sind sehr vielschichtig und so findet man dort Sand, Ton, Kalk, Kies, Schiefer und Mergel. Der Weinbau ist Schwerstarbeit, denn die Weinberge sind sehr steil angelegt. Das bedeutet: Vollernter sind fehl am Platz. Die Weintrauben werden in aufwendiger Handarbeit gelesen.

Einige der wichtigsten Lagen der Südsteiermark sind Grassnitzberg, Obegg, Kittenberg, Eckberg, Nussberg, Zieregg, Steinbach, Gamlitz, Flamberg, Welles, Rosenleiten und Schlosskogel. Auch Schusterberg, Hochstermetzberg und Krois haben eine große Bedeutung, genauso wie Klausen und Steintal, Moarfeitl und Saziani in der Südoststeiermark vom Weingut Neumeister.

Die besten Jahrgänge

Die drei besten Jahrgänge, zurückgehend bis zum Jahr 2000, sind 2007, 2011 und 2012. Allerdings ist die Ernte 2012 vergleichsweise gering ausgefallen, wohingegen der Ertrag 2011 zufriedenstellend war. Das beste Jahr in den 1990iger war sicherlich das Jahr 1997 – ein Jahrhundertjahrgang in der Steiermark.

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