Wo der Grüne Veltliner herkommt

Veltliner nennt man verschiedene weiße Rebsorten, deren Ursprung nach unbewiesenen Vermutungen im Veltlin, einem Tal der Adda in der lombardischen Provinz Sondrio, liegt. Hier siedelten in der Antike ligurische Stämme, die den Wein in dieser Gegend eingeführt haben sollen.

Heute werden in dem Gebiet vor allem Weine aus der Nebbiolo-Traube gekeltert, während die größeren europäischen Anbaugebiete der Veltliner Trauben in Österreich, Ungarn und Tschechien liegen.

Beste Bedingungen in Österreich

Der Grüne Veltliner – auch Weißgipfler oder Grüner Muskateller genannt – ist die bekannteste unter den Veltliner Rebsorten. Ob auch diese Traubensorte tatsächlich aus dem Veltlin stammt oder doch viel später im österreichischen Burgenland entstand, darüber streiten die Gelehrten noch. Fest steht, sie ist die am weitesten verbreitete Traube in Österreich. Mittlerweile gibt es aber auch in Australien, Neuseeland, in den USA und sogar in Indien Anbaugebiete für den Grünen Veltliner –  auch in Deutschland bauen einige Winzer diesen Wein an.

Anforderungen an Boden und Klima

Die Rebsorte Grüner Veltliner gedeiht am besten auf Löss- und Verwitterungsböden und kommt auch mit mageren Böden gut zurecht. Die großen, hellen, gelblich-grünen Beeren reifen verhältnismäßig spät und brauchen deshalb einen schönen langen Herbst zur Reife.

Geschmack des Grünen Veltliner

Das Aroma des Grünen Veltliner ist intensiv-fruchtig und leicht pfeffrig. Mit feiner Zunge und guter Nase spürt man einen Hauch von Tabak aber auch Citrus und Pfirsich. Der Grüne Veltliner –  meistens trocken ausgebaut – ist ein sehr frischer, spritziger Wein, der ausgezeichnet zu Fisch, weißem Fleisch, zu Salaten und zu Spargel passt. Es gibt aber auch substanzreiche, edelsüße Botrytis-Weine und Eisweine aus der Grünen Veltliner-Traube.

Wo wächst Grüner Veltliner in Österreich?

Auf gut einem Drittel der österreichischen Weinbaufläche wächst der Grüne Veltliner. Das größte Anbaugebiet ist das nördliche Weinviertel, aber auch in der Wachau, im Kremstal und in der Wagram wird überwiegend Grüner Veltliner angebaut. Das bekannteste ist sicherlich die Wachau mit Top Winzern wie F.X. Pichler, Hirtzberger, Knoll, Prager, Lagler, Jamek, Donabaum, der Domäne Wachau und vielen mehr.

Die Gegend um Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein ist legendär. Die Lagen Loibner Berg und Kellerberg ebenso.

 …und anderswo?

In Deutschland gibt es die Rebsorte nicht sehr häufig. Das liegt vor allem daran, dass sie eine lange Reifezeit hat und sich deshalb für nördliche Anbaugebiete nur bedingt eignet. Kleine Anbaugebiete liegen im Rheingau, in Rheinhessen, der Pfalz, Württemberg und Franken. Es dürften aber insgesamt kaum 10 Hektar sein.

In Tschechien heißt der Grüne Veltliner ‚Veltlinske Zelené‘ und in Ungarn ‚Zöld Veltelini‘. Beide Länder haben ebenfalls kleinere Anbaugebiete.

Preise für Grünen Veltliner

Ein qualitativ guter Grüner Veltliner muss nicht teuer sein. Gerade die österreichischen Hersteller bieten auch schon im mittleren bis unteren Preissegment sehr ansprechende Qualität an. Wobei die Top Veltliner aus Österreich mittlerweile die € 50,- Grenze pro Flasche sprengen.

 

1 Response

  1. Thomas 27. Dezember 2012 / 21:39

    Natürlich gibt es auch Top-Veltliner um 50,- Euro in Österreich. Denke aber, dass man gerade bei guten Veltlinern nicht mehr als 15,- bis 20,- Euro ausgeben muss. Dafür bekommt man tatsächlich Top-Veltliner in der Wachau oder Kamptal oder am Wagram.

    Wenn man etwas bei den kleineren Weingütern verkostet, so findet man hervorragende Tröpferl um einen guten Preis unter 10,- Euro!
    lg, Thomas

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