Besuch bei Weingut Pilch in der Südsteiermark

Die Südsteiermark ist jedes mal wieder ein Traum. Auf der Heimreise von Triest machten wir einen kurzen Abstecher beim Weingut Pilch in Ratsch an der Weinstraße, nur wenige Kilometer von der Autobahnabfahrt Spielfeld entfernt.

Weine verkosten am südsteirischen Weingut

Wir kommen um 13:00 Uhr an und da die Buschenschank zu dieser Zeit noch geschlossen ist, hat Herr Pilch Zeit für eine ausführliche Verkostung seiner 2010er Weine.

Die 8,5 Ha Land erstrecken sich rund um den Hof. Das spannende für uns ist, dass selbst auf einem Weinberg vier, fünf und mehr unterschiedliche Sorten angebaut werden. Der Winzer kennt sein umliegendes Land perfekt. Der Boden ist selbst auf sehr kleinen Flächen oftmals total unterschiedlich.

Gelber Muskateller aus der Südsteiermark

Der Muskateller, der 2009 hervorragend war, ist leider schon aus. Egal. Wir starten mit einem Welschriesling und fragen den Winzer Löcher in den Bauch. Seine Lagen eignen sich nicht für Lagenweine, trotzdem bringt Herr Pilch tolle Weine auf den Markt. Der gesamte Ertrag der 8,5 Ha wird im Stahltank ausgebaut. Sein Bedarf liege mittlerweile bei ca. 50.000 Flaschen, leider kann er in dieser Qualität nur knapp über 40.000 produzieren und ist somit sicher auch heuer wieder voll ausverkauft. Der Muskateller wurde bereits ausgetrunken.

Große Nachfrage

Die Kunden sind oft unglücklich, wenn der Wein im Sommer nur noch in der Buschenschank verfügbar ist und nicht mehr verkauft wird. Pilch vertreibt nicht im Handel. Nur ab Hof, in der Gastronomie und über den Onlineshop wird verkauft.

Vom Bauernhof zum erfolgreichen Weingut

Das Weingut besteht in dieser Form erst seit einigen Jahren. Vorher war es ein gemischter Betrieb mit Vieh und Obstbau.

Wir kosten weiter. Der Welschriesling hatte für uns etwas viel Säure und traf nicht ganz unseren Geschmack. Die anderen Weine aber sehr wohl. Der Morillion, der gleich am Hang hinter dem Haus ausgesetzt wird, ist ein Traum und um € 6,70 auch noch relativ preiswert.

Sämling und Sauvignon zum Abschluss

Gespannt warten wir auf den Sämling. Der 2009er wurde zu unserem liebsten Sommerwein. Und der 2010er hat auch wieder das Potenzial dazu. Ein leichter, frischer Wein. Perfekt für den Nachmittag auf der Terrasse.

Abschließend genießen wir noch den Sauvignon, der ebenfalls den Weg in den Kofferraum findet, bevor es in die angrenzende Buschenschank zur Stärkung geht.

Die Weine vom Weingut Pilch haben 2010 wieder eine hohe Qualität und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Herr Pilch hat sich für uns eine ganz Stunde Zeit genommen und viel vom Betrieb erzählt. Bleibt nur zu hoffen, dass er bei der kommenden Zuteilung von zusätzlichen 100ha Weinland in der Steiermarkt zum Zug kommt.

Zur Homepage des Weingut Pilch

Vina Senjkovic – Weinerlebnis auf der kroatischen Insel Brac

Die Insel Brac ist in erster Linie für wunderschöne Strände im Süden, in der Nähe der kleinen Stadt Bol, bekannt und im Sommer von vielen Touristen bevölkert. Das Goldene Horn zählt zu einem der schönsten und beliebtesten Strände auf der kroatischen Insel.

Kroatischer Hauswein zu einem guten Preis

Brac hat aber wesentlich mehr zu bieten als nur Strände und das vor allem auch weinseitig. In jeder Konoba bekommt man für ca. 10 € einen sehr anständigen Hauswein – pro Liter wohlgemerkt. Neben den klassischen, bei uns bekannten, kroatischen Weinsorten gibt es auch einige autochtone Sorten, wie den Posip (Weiß) oder den Plavac Mali (Rot).
Die meisten Winzer verkaufen ihre Weine an die lokalen Restaurants, da sich die geringen Mengen kaum für den Export eignen. Einige Bauern vertreiben ihre Weine auf den lokalen Märkten in 2 Liter Cola Flaschen für 20 Kuna (ca. 2,60 €).

Weinverkostung am Weingut

Auf Brac konnten wir auch den sehr guten Winzer Senjkovic besuchen und durften seine tollen Weine ausgiebig verkosten. Mit 15.000 Flaschen ist das Weingut selbst für österreichische Verhältnisse recht klein.

Dem Schild an der Hauptstraße folgend, waren wir uns dann am Hof zuerst nicht sicher, ob wir richtig abgebogen waren und wollten schon wieder umdrehen. Doch der Ururenkel des Weingutgründers ‚Bosso‘ rief uns nach und hielt uns zum Warten an. Das Warten hat sich gelohnt. Das Weingut Senjkovic baut auf etwas über 5 Hektar hauptsächlich die Sorte Plavac Mali an. Aber auch etwas Cabernet Sauvignon und neuerdings Shiraz – für die Gastronomie, wie der Junior betont.

Die Ausstattung

Sehr aufmerksam bekommen wir bei der Verkostung von der Mutter gleich Käse und Oliven serviert. Wir stehen in einem wahrscheinlich mindestens 200 Jahre alten Haus mit meterdicken Mauern. Darin lagern gerade einmal 15 neue Barrique Fässer aus Frankreich, Slowenien und amerikanischer Eiche. Im Nebenraum steht die Etikettiermaschine. Einmal über den Hof, dann ein weiterer Verkostungsraum. Nebenan sind zwei Stahltanks mit je 10.000 Liter Fassungsvermögen, die uns voller Stolz präsentiert werden. Es regelt alles der neue Computer und einige Mal im Jahr kommt ein Önologe, um das Weingut zu kontrollieren. Auf einer Luftaufnahme bekommen wir dann die Weinberge noch von oben zu sehen. 8.000 Pflanzen pro Hektar und nur 1 Kilo Trauben pro Rebstock.

Plavac Mali Bosso

Die drei Weine, die in Flaschen abgefüllt sind, werden zwischen 65 und 75 Kuna verkauft. Der Top-Wein unter dem Namen Bosso, ein 2008er, wurde erst vor einigen Wochen in Flaschen gefüllt und konnte vorher ausgiebig im Barrique reifen. Der Wein ist für 14,5 Vol. alk. extrem rund und weich, der Alkohol sehr gut eingearbeitet. Kein Nachbrennen, sehr gut ausgeglichenes Tannin, fruchtbetont – kirschig und schmeckt uns sehr gut.

Die Vorstufe zum Bosso ist der 2009 Brocko Ric, ebenfalls ein Plavac Mali und nicht ganz so stark, aber auch nicht ganz so fein. Eher der Wein für die Kroaten, meint Senjkovic. Uns schmeckt dieser ebenfalls.

Ausgezeichneter kroatischer Rosé

Begonnen haben wir allerdings mit einem Rosé aus 85% Plavac Mali und 15% Cabernet Sauvignon. Ein traumhafter Sommerwein und angeblich der beste Roséwein Kroatiens des Jahrgangs 2009. Die Flaschen Rosé, die wir kaufen, überstehen die folgenden Abende auf der Terrasse nicht. Die Roten kommen mit nach Wien, Lagerpotenzial weisen sie auf.

Mit Wien hat Senjkovic schon seine positiven Erfahrungen gemacht. Anfang des Jahres wurden ihm unverhofft gleich 600 Flaschen abgekauft – für Restaurants in Wien, wie er betont. Wir sind gespannt, ob uns in den Konobas Wiens einer der Weine unterkommen wird.

Fazit des Besuchs bei Vina Senjkovic

Der Besuch war für uns ein wunderbarer Einblick in die Welt der kroatischen Weine. Ein kleiner Betrieb, der auf Qualität setzt und nicht auf Menge. Zwei Abende später erzählt uns der Wirt der besten Konoba der Insel in Donj Homac ganz stolz von Senjkovic und, er hätte sogar einen Bosso anzubieten.
Wir freuen uns darüber und fühlen uns bestätigt.

Die Facebook Seite von Vina Senjkovic

Die Website des Weinguts Vina Senjkovic

Weinklimaschrank bei Hofer

Hofer bietet in regelmäßigen Abständen einen Weinklima-Schrank an – so auch in der kommenden Woche.

Günstiger Weinschrank für den Hausgebrauch

Ab 23.5.2011 gibt es in den Filialen einen sehr schönen und praktischen Weinklimaschrank. An dem Gerät gefällt mir neben dem günstigen Preis in der Höhe von EURO 379,- auch das Format des Schranks. Der Weintemperierschrank ist sicher kein professionelles Modell aber praktisch für den Hausgebrauch.

Platz für Weißwein und Rotwein

Mit einer Höhe von 125cm passt dieses Modell auch einfacher in einen Abstellraum oder in die Küche und es lassen sich darüber noch Kästen installieren. Was mir bei der Beschreibung auf der Website von Hofer noch fehlt, ist der Energieverbrauch – dazu ist leider nichts angegeben. Das Gerät bietet Platz für 66 Flaschen Wein und zwei unterschiedliche Klimazonen. Eine für Rotwein und eine für Weißwein. Fünf Flaschenborde sind im Weinschrank bereits installiert. Damit passen pro Fach ca. 15 Flaschen in den Schrank, was eine gute Übersichtlichkeit garantieren sollte.

Temperierte Weinlagerung mit Schloss

Der Weinklimaschrank ist zusätzlich absperrbar und bietet dadurch eine gute Kindersicherung, aber auch Schutz vor zu euphorischen Gästen, die sich selbst bedienen und den Salzberg von Heinrich ohne Rückfrage öffnen.

Mit 70kg empfiehlt sich eine Lieferung. Meiner Erfahrung nach ist die Hauszustellung von Hofer zuverlässig und günstig und kostet innerhalb Wiens für den Weinschrank ca. 28 €.

Weitere Details des Angebots lt. Hofer Website:

  • Nutzinhalt: 210 l
  • LED-Display mit elektronischer Steuerung
  • Aktivkohle-Luftfilter
  • Thermoglastüre mit UV-schutzautomatischer Abtauung
  • Innenbeleuchtung zuschaltbar
  • Türanschlag rechts, wechselbar-absperrbar (inkl. 2 Schlüssel)
  • mit höhenverstellbaren Antivibrationsfüßen
  • Maße: ca. 125 x 54 x 57 cm (H x B x T)Gewicht: ca. 70 kg

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